„Schade, ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Aber in
einem Finale muss man eben volles Risiko fahren und da war eben
eine Berührung zu viel – das ist Kanu-Slalom“, so die
Weltcup-Zweite.
Beste Deutsche im Finale war am Sonntag Claudia Bär
als Fünfte. „Ich bin sehr zufrieden“, so die Augsburgerin,
„gerade weil ich im Finale auch zwei Berührungen hatte und man
damit normalerweise eher zurückfällt.“ Mit Jasmin Schornberg
(Hamm) als Zehnte erreichte auch die dritte der DKV-Damen das
Finale. „Mir hat das Paddeln heute wieder Spaß gemacht, nachdem
ich ein kleines Tief aus den letzten Rennen zu überwinden
hatte. Jetzt geht es wieder aufwärts“, sagte die
22-Jährige.
Im Rennen der Einer-Canadier belegte Christian Bahmann
(Bad Kreuznach) als bester Sportler des Deutschen
Kanu-Verbandes den sechsten Platz. Den Sieg im letzten
Saisonweltcup sicherte sich der Australier Robin Bell, der
damit auch den zweiten Gesamtweltcup auf den fünften Kontinent
entführte. „Ich wollte im Finale noch ein Stück nach vorn
fahren“, sagte Christian Bahmann, der nach dem Halbfinale auf
dem neunten Rang gelegen hatte. „Am letzten Tor habe ich dann
noch berührt, das hat mich noch einen Platz gekostet. Aber
letztlich, gerade auch bei dem ganzen Diplomstress, kann ich
doch zufrieden sein“, so der 27-Jährige, der gerade am
Abschluss seines Architekturstudiums bastelt.
Lukas Hoffmann (Dormagen) verpasste das Finale der
besten Zehn als 13. knapp. Der 23-Jährige plagt sich seit
Tagen mit einer Erkältung, hatte dadurch vor allem im unteren
Teil der Strecke Schwierigkeiten: „Die ersten Tore gingen
noch, dann habe ich ordentlich Power gegeben und war sofort
platt.“ Auch der Augsburger Sideris Tasiadis musste das
Finale auf seiner Heimstrecke von außen verfolgen. Nach einem
Fahrfehler an den ersten drei Toren der Strecke büßte er
bereits alle Chancen ein und wurde 24.. „Der Lauf war nicht
gut“, so der 18-jährige Junior, „es war aber trotzdem schön
für mich, dass ich im Weltcup starten durfte.“
Kanu-Slalom-Weltcupfinale in Augsburg,
Ergebnisse vom Sonntag:
Damen K1:, 1. Katrina
Lawrence (AUS) 216,01 (0/0 Strafsekunden nach Torfehlern), 2.
Jana Dukatova (SVK) 217,06 (0/4), 3. Marie Rihoskova (CZE)
217,70 (0/0), 4. Elena Kaliska (SVK) 218,38 (0/0), 5. Claudia
Bär (GER/Augsburg) 219,81 (0/4), 6. Mandy Planert
(GER/Leipzig) 220,42 (0/4) und Alexandra Perova (RUS) 220,42
(0/2), … 10. Jasmin Schornberg (GER/Hamm) 223,71 (0/4).
Weltcup-Endstand: 1. Katrina Lawrence (AUS)
144, 2. Mandy Planert (GER/Leipzig) 132, 3. Violetta
Oblinger-Peters (AUT) 129, … 17. Jasmin Schornberg (GER/Hamm)
66, 34. Claudia Bär (GER/Augsburg) 47, 54. Jennifer Bongardt
(GER/Köln) 36.
Herren C1: 1. Robin Bell
(AUS) 203,67 (0/0), 2. Tomas Indruch (CZE) 205,94 (0/2), 3.
Krzysztof Bieryt (POL) 206,47 (4/0), 4. Pierre Labarelle
(FRA) 209,81 (0/2), 5. Ben Fraker (USA) 210,51 (0/0), 6.
Christian Bahmann (GER/Bad Kreuznach) 211,90 (0/2), im
Halbfinale ausgeschieden: 13. Lukas Hoffmann (GER/Dormagen)
107,40 (0), 24. Sideris Tasiadis (GER/Augsburg) 113,50 (4).
Weltcup-Endstand: 1. Robin Bell (AUS) 168,
2. Alexander Slafkovsksy (SVK) 132, 3. Ben Fraker (USA) 121,
16. Nico Bettge (GER/Magdeburg) 82, 25. Lukas Hoffmann
(GER/Dormagen) 55, 26. Sideris Tasiadis (GER/Augsburg) 55,
45. Christian Bahmann (GER/Bad Kreuznach) 39, 74. Jan Benzien
(GER/Leipzig) 29.