Im Kajak-Einer der Damen wird Weltmeisterin Jennifer Bongardt sowohl in Frankreich, als auch eine Woche später beim zweiten Weltcup in Bratislava (Slowakei) nicht an den Start gehen. „Wir haben vor dem Abflug in Augsburg noch eine Leistungsdiagnostik und gemeinsame Trainingseinheiten durchgeführt. Die Tests zeigen, dass wir wegen der vielen in kurzen Abständen folgenden Wettkampfhöhepunkte Schwierigkeiten mit dem Grundlagentraining bekommen“, sagte DKV-Cheftrainer Michael Trummer. „Wir werden deshalb während der jetzt folgenden Weltcupreisen neben intensiven Einheiten zur spezifischen Vorbereitung der Wettkämpfe verstärkt darauf achten, dass auch das Grundlagentraining und Trainingseinheiten zur Regeneration gezielt eingebaut werden. Bereits vor der Diagnostik hatte Jenny Bongardt darum gebeten, einen intensiven Grundlagen-Block setzen zu können und dafür auf Weltcupstarts zu verzichten.“ Bongardt wird nun lediglich beim Weltcup-Finale in zweieinhalb Wochen in Augsburg zum Einsatz kommen. Ihren Platz nimmt in Pau und Bratislava die Augsburgerin Claudia Bär ein.
Ebenfalls nur beim Heimweltcup in Schwaben starten werden die Sieger der Frühjahrs-Qualifikation im Canadier-Zweier Felix Michel und Sebastian Piersig. Die Olympia-Teilnehmer aus Spremberg verzichten aufgrund beruflicher und studentischer Verpflichtung auf weitere Weltcup-Einsätze, die nun von den Leipzigern David Schröder und Frank Henze absolviert werden. Neu im Team ist die Besatzung Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau), die sich als bestes U23-Boot der nationalen Qualifikation den Weltcup-Startplatz gesichert hatte. Auch der Hallenser Martin Unger im Canadier-Einer steht nach dieser Regelung neu in der DKV-Mannschaft und nimmt den Platz von Nico Bettge (Magdeburg) ein.
Begeistert zeigte sich Chefcoach Trummer nach der ersten Besichtigung der neuen Anlage in den französischen Pyrenäen. Das „Stade d’Eaux Vives“ von Pau ist nach einem ähnlichen Gesamtkonzept wie die moderne Strecke im sächsischen Markkleeberg errichtet worden, ist jedoch komplett mit Natursteinen ausgekleidet, die auch als Hindernisse dienen. Der 280 Meter lange und 15 Meter breite künstliche Kurs gewinnt so ein natürlicheres Antlitz. 14 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen die vier Meter Gefälle herab. „Die Franzosen haben mal wieder gezeigt, wie sie in diesen Sport investieren. Eine wildwassertechnisch sehr schwierige und extrem schnelle Strecke, Fahrfehler kann man sich hier nicht leisten“, sieht Michael Trummer vorher. Die wollen die deutschen Kanuten am Wochenende im Vergleich mit rund 180 Startern aus 30 Nationen aber ohnehin vermeiden.
Herren, Kajak-Einer: Alexander Grimm (Kanu Schwaben Augsburg), Sebastian Schubert (KR Hamm), Tim Maxeiner (WKV Wiesbaden).
Canadier-Einer: Sideris Tasiadis (AKV Augsburg), Jan Benzien (Leipziger KC), Martin Unger (BSV Halle/S.).
Canadier-Zweier: Marcus Becker/Stefan Henze (BSV Halle/S.), Robert Behling/Thomas Becker (MSV Buna Schkopau), David Schröder/Frank Henze (Leipziger KC).
Damen, Kajak-Einer: Jasmin Schornberg (KR Hamm), Melanie Pfeifer, Claudia Bär (beide Kanu Schwaben Augsburg).
Samstag, 27. Juni
2009
09:00 - 12:15 Qualifikation, erster
Lauf – alle Kategorien
13:15 - 16:30 Qualifikation, zweiter
Lauf – alle Kategorien
Sonntag, 28. Juni
2009
10:30 - 13:15 Semifinale – alle
Kategorien
14:30 - 16:30 Finale – alle
Kategorien
Die weiteren Weltcups der Saison 2009
04./05. Juli 2009 Weltcup 2
in Bratislava (Slowakei)
11./12. Juli 2009 Weltcup 3
in Augsburg
Text und Foto. Jochen A. Meyer
