Unter dem Motto „Gemeinsam im Kanu – Tourismus, Sport, Politik und Wirtschaft im Dialog“ werden sie bei einem VIP-Rundgang mit Politikern des Deutschen Bundestages, des Bayerischen Landtages und der Kanuwirtschaft auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam machen. Gemeinsames Ziel ist es, das Interesse für die weitere positive Entwicklung auf dem Wasser zu wecken.
Trotz gemeinsamer Erfolge, z.B. zur Befahrung mit Mietkanus auf bayerischen Seen, sieht die BKT die zukünftige wassertouristische Entwicklung auf den Bundeswasserstraßen mit Besorgnis. „Die bisher bekannt gewordenen Pläne zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes lassen befürchten, dass zukünftig viele vorhandene Einrichtungen für Wassersportler nicht mehr nutzbar sein werden, weil weder Personal noch finanzielle Mittel für regelmäßige Wartungen vorhanden sind“ erklärt dazu Stephanie Isenberg, Vorsitzende der BKT.
Unterstützung erhält sie vom Präsidenten des DKV, Thomas Konietzko: “Bereits jetzt sind schon viele Sportbootschleusen für Kanuten nicht nutzbar, da sie nicht ausreichend gewartet werden können. Zudem werden Pläne, für die Befahrung der Bundeswasserstraßen und Nutzung der Schleusen eine Vignettenpflicht einzuführen, gerade Familien und Kanu-Vereine so belasten, dass sie sich Erholung im Kanu zukünftig nicht mehr leisten können!“
Mit dem VIP-Rundgang, zu dem sich u.a. die Sprecher des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages von CDU und SPD sowie ein Abgeordneter des Bayerischen Landtags angemeldet haben, wollen BKT und DKV die große Bedeutung des Kanutourismus in Deutschland aufzeigen und für weitere Unterstützung werben. Schließlich erzielen rund 1,3 Mio. Kanuten im Jahresdurchschnitt einen Bruttoumsatz von rund 845 Mio. Euro und stellen damit einen entsprechenden Anteil in der Outdoor-Branche.
Probleme bereitet allerdings auch die Zunahme von Befahrungsregelungen aus Naturschutzgründen. Mit aktuell 822 Einzelregelungen müssen Kanuanbieter und Kanuten schon heute in Deutschland leben. Doch auch im benachbarten Ausland drohen Gefahren – so soll z.B. die Soča, einer der wenigen naturbelassenen alpinen Flüsse in Slowenien, der Wasserkraft zum Opfer fallen. DKV und BKT werden hiergegen gemeinsam vorgehen.
