Neun Topp Sportlerinnen und Sportler machten sich auf die sechs/siebenstündige Reise ins lothringische Epinal auf um an der europäischen Clubmeisterschaft teilzunehmen. Ganz lange ist es schon her, dass die Kanu Schwaben an dieser EM überhaupt schon einmal teilnahmen, über 20 Jahre. Ist ja auch nicht so ganz einfach, pro Disziplin jeweils zwei stark fahrende Sportler mitzunehmen, schließlich geht es darum, sich zuerst für die Finale (A- und B-Finale) zu qualifizieren und anschließend die besten Plätze herauszufahren. Wenn dann eine Disziplin nicht besetzt ist wird es schon ganz schön schwierig die wichtigen Siegpunkte einzusammeln. Im Jubiläumsjahr der Kanu Schwaben klappte es hervorragend und das Team der hoch motivierten Kanuten holte sich den Europa Meistertitel.
Aufgestellt mit je zwei Booten pro Disziplin:
• Claudia Bär und Jacqueline Horn / Kajak
Einer Damen
• Alexander Grimm und Fabian Dörfler / Kajak
Einer Herren
• Christos Tsakmakis und Sideris Tasiadis /
Canadier Einer Herren
• Merlin und Gabriel Holzapfel / Canadier
Zweier Herren
• Dennis Söter und Sideris Tasiadis /
Canadier Zweier Herren
Es siegten Alexander Grimm und Fabian Dörfler im A-Finale genauso wie Claudia Bär und Jacqueline Horn – die Kajak Einer Wettbewerbe gingen mit 220 Gesamtpunkte voll an die Augsburger, zweite wurden die Spanier aus La Seu d’Urgell mit 117 Punkte, auf den dritten Platz fuhren sich die Prager mit 106 Punkte.
Im Canadier Einer sowie Canadier Zweier Herren kämpften die Franzosen aus Epinal genauso heftig wie die Kanuten von Dukla Prag / Tschechien und die Augsburger um die Teilnahme ins A-Finale und der Heim – Matador Club Golbey Epinal holte sich den Sieg mit 174 Punkte, vor Prag mit 158 Punkte und Augsburg mit 137 Punkte.
In der Gesamtwertung siegten die flotten Augsburgerinnen und Augsburger mit einer Gesamtpunktezahl von 357 Punkte, zweite wurde das Team aus Epinal / Frankreich mit 273 Punkte und den dritten Platz holte sich das Prager Team mit 264 Punkte. Das spanische Team aus La Seu d’Urgell fuhr sich mit 222 Punkte auf Platz vier. Die weiteste Anreise dürften Bratislava / Slowakei und Seu d’Urgell / Spanien hinter sich gebracht haben auch deren Rückreise war hart, schließlich mussten sie am Montagmorgen ab 8.00 Uhr in der Arbeit oder an der Uni sein.
Für einen aberwitzigen Moment sorgten die beiden C 1 Fahrern Sideris Tasiadis und Christos Tsakmakis, die wie auf Wunsch von Vereinspräsident Horst Woppowa zeitglieich ins Ziel kamen und somit eine maximale Punktzahl erreichten. "Ich traue meinen Augen nicht", meinte Wopowa als er die Ergebnislisten ausgehändigt bekam. "Das kann ja nicht wahr sein", was aber die beiden Canadierfahrer lapidar mit einem "Du hast es doch so gewollt", kommentierten.
Von Marianne Stenglein/Ref. für Presse/Kanu Schwaben Augsburg
