Im Rennen der Kajak-Einer setzte sich mit Sebastian Schubert ein Athlet aus dem deutschen Weltcup-Team durch, die vorab favorisierten Athleten wie Weltmeister Sebastian Combot oder auch der Slowene Peter Kauzer patzten schon im Halbfinale und schieden aus. „Die Strecke war sehr schwer ausgehangen, dazu kommt noch das schwere Wildwasser hier auf der Leipziger Strecke. Ich habe seit Donnerstag dreimal hier trainiert, da sind zwei solche Läufe. wie sie mir heute gelungen sind, wirklich gut“, freute sich Sebastian Schubert über den mit 1000 Euro Preisgeld garnierten Sieg. Platz zwei ging an den Tschechen Vit Prindis, der Deutsche Meister Tim Maxeiner (Wiesbaden) paddelte mit Rang drei ebenfalls auf das Podium.
Das Rennen der Canadier-Einer entschied Lokalmatador Jan Benzien (Leipzig) für sich. Der Olympia-Zwölfte fuhr vom dritten Rang nach dem Halbfinale noch ganz nach vorn und verwies seinen Magdeburger Dauerkontrahenten Nico Bettge auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Tscheche Pavel Foukal. „Ich bin froh, am Ende doch noch bester Deutscher gewesen zu sein. Es war schön, endlich mal so viele internationale Paddler auf meiner Heimstrecke zu haben und deren Begeisterung über den neuen Kurs zu erfahren. Ich bin aber auch froh, mein Boot jetzt mal vier Wochen im Bootshaus verstauben lassen zu können“, ist das Saisonende für den 26-Jährigen nun willkommen.
Im Wettbewerb der Zweier-Canadier triumphierten Benziens Vereinskollegen David Schröder und Frank Henze. Sie setzten sich vor dem Magdeburger Duo Robert Behling/Thomas Becker und der zweiten Leipziger Besatzung mit Matthias Westphal und Paul Jork durch. Die nach dem ersten Lauf führenden Slowaken Tomas Kucera/Jan Batik verpassten im Finaldurchgang ein Tor und fielen noch auf den vierten Rang zurück. „Wir hatten eigentlich schon im ersten Lauf ein gutes Gefühl, aber irgendwie waren wir rund acht Sekunden zu langsam. Wir haben dann in der Videoanalyse noch einmal alles ganz genau angeschaut und uns dann im zweiten Lauf die entscheidenden Sekunden geholt“, erklärt Hintermann Frank Henze die Geschichte des Erfolges.
Gar einen deutschen Vierfacherfolg gab es im abschließenden Rennen der Kajak-Damen. Hier triumphierte die Weltcup-Zweite Mandy Planert (Leipzig) vor Jasmin Schornberg (Hamm), Melanie Pfeifer und Claudia Bär (beide Augsburg). Dabei hätte eine Torberührung am letzten der 24 Tore der 33-Jährigen noch fast den Sieg gekostet. „Das war mal wieder aufregend bis zum Schluss! Noch kurz vor dem Ziel klingeln die Torstangen, da hätte ich fast ausrasten können. Jetzt bin ich einfach nur glücklich“, strahlte Mandy Planert über den Erfolg zum Saisonende.
Herren, K1: 1. Sebastian Schubert (GER/Hamm) 216,53 (0/2 Strafsekunden nach Torfehlern), 2. Vit Prindis (CZE) 217,87 (0/0), 3. Tim Maxeiner (GER/Wiesbaden) 219,57 (0/0), 4. Tomas Mraz (SVK) 221,13 (0/0), 5. Julien Billaut (FRA) 223,53 (2/2), 6. Huw Swetnam (GBR) 224,67 (0/0).
C1: 1. Jan Benzien (GER/Leipzig) 230,67 (2/0), 2. Nico Bettge (GER/Magdeburg) 234,16 (2/2), 3. Pavel Foukal (CZE) 242,37 (4/2), 4. Pierre Berthelot-Kleck (FRA) 242,40 (2/2), 5. Martin Trummer (GER/Halle) 247,11 (2/8), 6. Florian Mannheim (GER/Brohl) 251,05 (4/6).
C2: 1. David Schröder/Frank Henze (GER/Leipzig) 251,99 (2/2), 2. Robert Behling/Thomas Becker 260,53 (0/4), 3. Mathias Westphal/Paul Jork (GER/Leipzig) 294,08 (8/6), 4. Tomas Kucera/Jan Batik (SVK) 304,18 (8/54), 5. Kevin Müller/Kai Müller (GER/Magdeburg) 328,82 (54/8).
Damen, K1: 1. Mandy Planert (GER/Leipzig) 252,18 (0/2), 2. Jasmin Schornberg (GER/Hamm) 253,89 (2/0), 3. Melanie Pfeifer (GER/Augsburg) 260,74 (4/2), 4. Claudia Bär (GER/Augsburg) 260,77 (2/4), 5. Katerina Kudejova (CZE) 261,15 (4/2), 6. Mira Louen (GER/Hilden) 268,28 (4/6).
Text und Foto: Jochen A. Meyer
