Jasmin Schornberg erhöhte im Finallauf gegenüber dem Semifinale noch einmal das Risiko: „Warum soll ich in einem Finale auch zögern?! Ich wollte einfach mal wieder zeigen, dass ich vorne mitfahren kann. Ich versuche Spaß zu haben und habe große Lust auf die Wettkämpfe“, so Schornberg. Angesprochen auf das derzeit laufende Duell gegen Melanie Pfeifer um das dritte WM-Ticket bei den Kajak-Damen sagte die Weltmeisterin von 2009: „Ich versuche mich auf die Weltcups zu konzentrieren. Es bleibt auf jeden Fall bis zum letzten Lauf spannend.“ Völlig losgelöst war die wie schon in der Vorwoche drittplatzierte Cindy Pöschel: „Zweimal Dritte hintereinander – ich fasse es nicht. Nach meinen zwei Berührungen an den Toren 19 und 20 dachte ich überhaupt nicht an eine Medaille. Aber die Atmosphäre war fantastisch, da kämpft man gleich noch mal mehr.“
Knapp an einer Medaille vorbei fuhren die Leipziger Franz Anton/Jan Benzien im Canadier-Zweier. Eine durchaus vermeidbare Berührung am letzten Aufwärtstor kostete den beiden nicht nur eine Medaille, sondern sogar den möglichen Weltcupsieg. „Es war trotzdem gut, mal wieder im Finale gewesen zu sein, nachdem wir auch in den Vorwochen eigentlich schnell unterwegs waren, aber immer mal wieder ein paar kleine Ecken drin hatten. Die Berührung war natürlich doof, sonst hätten wir gewonnen. Aber im Hinblick auf die WM haben wir heute viel gelernt“, war Jan Benzien überzeugt. Den Weltcupsieg auf der Olympiastrecke von 1972 holten sich die Franzosen Gauthier Klauss/Matthieu Peche vor den London-Champions Timothy Baillie/Etienne Stott (Großbritannien) und den Polen Marcin Pochwala/Piotr Szczepanski.
In den abschließenden Teamwettbewerben zeigten beide deutsche Teams ebenfalls eine gute Vorstellung. Die Kajak-Damen siegten in der Besetzung Jasmin Schornberg, Cindy Pöschel und Claudia Bär vor der Tschechischen Republik und Großbritannien. Die Zweier-Canadier mit Franz Anton/Jan Benzien, Kai und Kevin Müller sowie Eric Mendel/Alexander Funk paddelten hinter den Franzosen und vor der Mannschaft der Tschechischen Republik auf den zweiten Platz.
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Ergebnisse, Kanu-Slalom Weltcup 2/2013 in Augsburg
Herren, Canadier-Zweier: 1. Gauthier
Klauss/Matthieu Peche (FRA) 113,86 (0), 2. Timothy
Baillie/Etienne Stott (GBR) 114,28 (2), 3. Marcin
Pochwala/Piotr Szczepanski (POL) 114,63 (0), 4. Franz Anton/Jan
Benzien (GER/Leipzig) 115,13 (2), 5. Tomas Kucera/Jan Batik
(SVK) 116,21 (0), 6. Ladislav Skantar/Peter Skantar (SVK)
116,34 (2), … im Halbfinale ausgeschieden: 17. Kai Müller/Kevin
Müller (GER/Halle/S.) 124,56 (4), 18. Mathias Westphal/Paul
Jork (GER/Leipzig) 125,11 (4), in der Qualifikation
ausgeschieden: 21. Eric Mendel/Alexander Funk (GER/Bad
Kreuznach).
Teamwettbewerb: 1. Frankreich 133,97 (6), 2.
Deutschland (Franz Anton/Jan Benzien/Leipzig, Kai Müller/Kevin
Müller/Halle, Eric Mendel/Alexander Funk/Bad Kreuznach) 142,05
(6), 3. Tschechische Republik 143,51 (12).
Damen, Kajak-Einer: 1. Emilie Fer (FRA)
112,53 (0), 2. Jasmin Schornberg (GER/Hamm) 112,96 (0), 3.
Cindy Pöschel (GER/Leipzig) 115,30 (4), 4. Marie Zelia Lafont
(FRA) 116,94 (2), 5. Melanie Pfeifer (GER/Augsburg) 117,32 (4),
6. Karolina Galuskova (CZE) 117,55 (2), … 10. Claudia Bär
(GER/Augsburg) 123,91 (0).
Teamwettbewerb: 1. Deutschland (Claudia
Bär/Augsburg), Cindy Pöschel/Leipzig), Jasmin Schornberg/Hamm)
126,64 (0), 2. Tschechische Republik 133,60 (6), 3.
Großbritannien 152,87 (10).
