Nach einem frühen Tor des italienischen Teams durch Luca
Bellini (4.) konnte die Mannschaft von Bundestrainer Thomas
Fricke in der 13. Minute durch Jacob Husen ausgleichen, zwei
Minten später fiel jedoch das erneute italienische Führungstor
durch den Ausnahmespieler Bellini. Das deutsche Team verstärkte
den Druck und belagerte das italienische Tor, doch erst zehn
Sekunden vor Schluss gelang Mannschaftskapitän Björn Zirotzki
der laut umjubelte Ausgleichstreffer. In den ersten beiden
fünfminütigen Verlängerungen konnte keine Mannschaft eine klare
Überlegenheit herausspielen, bis schließlich im dritten
Abschnitt erneut Bellini für Italien das Golden Goal
erzielte.
„Wir hätten unsere Chancen viel mehr nutzen müssen und hatten
Abstimmungsprobleme in der Defensive. Den Bellini kann man
einfach nicht über die gesamte Spielzeit im Griff behalten“,
analysierte Kapitän Zirotzki unmittelbar nach dem Spiel. Auch
Bundestrainer Thomas Fricke war enttäuscht: „Der Frust ist
direkt nach so einem Spiel schon sehr groß. Wir haben dieses
Jahr leider wieder das gleiche Schicksal erfahren wie bei der
letzen EM, aber das Team ist unglaublich beständig. Aber wir
haben bewiesen, dass wir zur Weltspitze gehören und mit uns
immer zu rechnen ist!“
Deutsche U21 im europäischen Himmel
Die deutsche U21 Kanu-Polo-Mannschaft ist Europameister. In einem packenden Finale gegen die Eqiupe aus Frankreich gewann die jungen DKV-Männer am Essener Baldeneysee mit 1:0 (0:0) und bestätigten mit ihrem Sieg ihre durchweg gute Turnierform. Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen mit den besseren Möglichkeiten für den neuen Europameister. Die größeren Spielanteile hatte zwar Deutschland, aber das erhoffte Tor ließ lange auf sich warten. In der 14. Minute erlöste der 19-jährige Dennis Witt (Liblar) sein Team als er aus kurzem Abstand ins Tor traf. In der Folgezeit löste Frankreich sein 1-3-1 System auf und ging in die Manndeckung über, was aber keinen entscheidenden Vorteil und auch keine größeren Chancen mehr brachte. Die deutsche U21 spielte ihr Spiel bis zum Schluss souverän runter und ließ sich nur allzu gern von den ca. 4.000 Essener Zuschauern feiern. Direkt nach Spielschluss freute sich Mannschaftführer Jonas Vieren: „Das ist mein erster Titel und es fühlt sich geil an. Uns hatte die eine Hütte gereicht, aber zu leichtfertig wollten wir auch nicht spielen. Wir waren heute alle super fit und top eingestellt.“
Bronze für U21-Damen
Bereits am Vormittag kämpfte die
U21-Damenmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes gegen Polen im
Spiel um Platz drei und somit die Bronzemedaille. In einem
durchweg knappen Spiel konnten sich die Damen von
Bundestrainerin Susanne Meyer letztlich mit 6:5 durchsetzen.
„Wir hatten uns nach dem Halbfinale schnell gefangen und
wollten jetzt unbedingt aufs Treppchen“, so Bundestrainerin
Meyer. „Letztendlich haben wir Bronze gewonnen und uns in
diesem letzten Spiel gut verkauft. Was mich besonders freute,
dass das Team so zusammengehalten hat. Wir wollten auch Lucy
(Hölten) einen schönen Abschied aus der U21 machen, die im
nächsten Jahr zu alt sein wird.“
