So knapp ging es bei der Wahl zum "Sportler des Monats" noch
nie zu: Mit einem hauch¬dünnen Vorsprung gewannen die
Fußball-Europameisterinnen die September-Wahl und verwiesen
Kanu-Weltmeisterin Jasmin Schornberg auf den zweiten Platz. Die
rund 3.800 von der Sporthilfe geförderten Athleten wählten die
deutsche Frauen-Elf nach den WM-Erfolgen von 2003 und 2007
bereits zum dritten Mal zu "Sportlerinnen des Monats".
Ergebnis:
Frauen-Nationalmannschaft (Fußball)
42,8%
Jasmin Schornberg (Kanuslalom) 42,5%
Jiaduo Wu (Tischtennis)
14,7%
Das Team um Bundestrainerin Silvia Neid untermauerte mit der
Leistung in Finnland einmal mehr die Vormachtstellung auf dem
europäischen Kontinent. Der Titelgewinn - bereits der fünfte in
Folge und insgesamt siebte bei einer EM seit 1989 - hat für
Mannschaftsführerin Birgit Prinz mit Blick auf die Heim-WM 2011
in Deutschland nicht nur sportlichen Wert: "Das kann die
Euphorie entfachen. Wir wollen viele Menschen für uns
begeistern, und da ist der EM-Titel sicher hilfreich."
Für Slalomkanutin Jasmin Schornberg war der Titelgewinn bei der
Weltmeisterschaft im spanischen La Seu d́Urgell der erste große
Einzel-Erfolg seit ihrem Sieg bei Junioren-WM 2004. Der Triumph
auf der Olympiastrecke von 1992 kam für die 23-jährige
Schornberg dabei ebenso überraschend wie der Turnier-Sieg von
Jiaduo Wu bei der Tischtennis-EM in Stuttgart. Mit dem größten
Erfolg ihrer Karriere ist die aus China stammende Wu erst die
vierte Europameisterin des Deutschen Tischtennis-Bundes
überhaupt.
Seit 2003 führt die Deutsche Sporthilfe gemeinsam mit dem
Sportmagazin "kicker" und dem Beirat der Aktiven im DOSB die
Online-Wahl zum "Sportler des Monats" durch.
