Und so schauten denn viele Potsdamer und Werderaner am
vorigen Wochenende verwundert aufs Wasser als eine wahre Armada
von nahezu 100 Kajaks und Canadiern die Havelseen und deren
Insassen zeitweilig in bunter Sportbekleidung mit
Vereinsbeschriftungen von Kanu- u. Kleinsegel-Verein e.V.
Schwerin und RSV Braunschweig bis Ratzeburger und Rintelner
Kanu Club den alten und neuen Markt Potsdams und am Sonntag die
Innenstadt von Werder bevölkerten. Ebenso auffallend waren die
blauen T-Shirts der Betreuer und Begleitbootfahrer der
Potsdamer Wanderkanuten, sodass sich über 150 Leute um 3
Stadtbilderklärer scharten.
Eingeladen hatten zum nunmehr zehnten Male und somit zum
kleinen Jubiläum die Kanuten der Wassersportfreunde
Pirschheide.
Der ehrenamtlich geführten e. V., der vor allem im Kinder- u.
Jugendsportbereich bei der Ausbildung des Nachwuchses für die
Rennkanuten in Brandenburg und darüber hinaus einen guten Namen
hat, verfügt über eine durch Wandersportwart Andreas Zimmer gut
organisierte und einsatzfreudige Gruppe Kanu-Wandersportler.
Zimmer, der sich selbst ungern als Frontmann sieht, verweist
immer auf die zahlreichen fleißigen Helfer im Hintergrund, die
ihre Freizeit opfern, um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt
zu garantieren.
Würdigende Worte für das ehrenamtliche Engagement der
Abteilung Kanu fand dann auch der Vizepräsident des
Landeskanuverbandes Norbert Oelschläger bei der Eröffnung der
Veranstaltung. Bei der Begrüßung der Teilnehmer konnte der neu
gewählte Vorsitzende des Vereins Wassersportfreunde Pirschheide
e. V., Axel Grottschreiber, konstatieren, dass sich die
Potsdamer Schlösserfahrt zu einer der beliebtesten
Veranstaltungen der Kanu- Wandersportler entwickelt hat. „Davon
zeugen u. a. auch mehrere Gäste, die bereits zum 10. Male dabei
sind."
Ziel der traditionellen Besichtigungstour war in diesem Jahr,
einer Idee des Wandersportwartes folgend, die Potsdamer
Mitte.
„Die unmittelbar am Wasser liegenden Schlösser wurden in den 9
Schlösserfahrten zuvor besichtigt. Da wollten wir jetzt mal den
Blick nach vorn richten und das künftige neue Stadtschloss
vorstellen", so A. Zimmer.
Natürlich wurde beim Stadtrundgang der neu gestaltete
Stadtkanal besichtigt, und erstaunt nahmen die Gäste die
Informationen über die Kanu-Sprint-Wettkämpfe auf dem Kanal zur
Kenntnis.
Weiter ging die Fahrt dann vorbei an zahlreichen Schlössern
und insgesamt paddelte jeder Teilnehmer am Wochenende mehr als
50 km.
Während einige Teilnehmer bereits 2-3 Tage vor der
Schlösserfahrt ihre Zelte aufgebaut hatten, um sich Potsdam
anzusehen und shoppen zu gehen, verlängerten andere spontan
ihren Aufenthalt über das Wochenende hinaus.
„47 Gäste haben sich schon für die 11. Potsdamer
Schlösserfahrt vormerken lassen", resümiert der Leiter des
Organisationsbüros Jürgen Wolf, verantwortlich für das
Marketing, und meint: Wir haben „130 kostenlose Werbeträger"
verabschiedet, die nach ihrer Heimkehr durch
Mund-zu-Mund-Propaganda „exzellente" Werbung für unser schönes
Potsdam und seine Umgebung machen werden.
Quelle: www.kanu-brandenburg.de
Von Jürgen Wolf
