„Die Anspannung
steigt stündlich. Es ist deutlich zu registrieren, dass die
Nervosität unter den Sportlern zunimmt, die derzeit die letzten
Einheiten vor dem Wettkampf nutzen, um sich auf der Strecke im
Kanupark einzufahren“, umreißt DKV-Cheftrainer Michael Trummer
die Situation vor dem Showdown.
Startberechtigt
in der hochklassigen internationalen Konkurrenz der German Open
sind jeweils die besten sechs Boote jeder Kategorie aus der EM-
und Weltcup-Qualifikation des Frühjahrs. Die jeweils besten
drei DKV-Athleten jeder Kategorie können für die WM-Teilnahme
vom 10. bis zum 13. September planen.
In zwei
Kategorien gibt es allerdings Ausnahmen: Bei den
Einer-Canadiern fällt der als Vierter des Frühjahrs
qualifizierte Christian Bahmann (Bad Kreuznach) nach einer
Schulterverletzung aus. So gehen dort am Freitag in der
Qualifikation nur fünf deutsche Boote in das Rennen um die drei
WM-Tickets, da die Nominierungskriterien für diesen Fall keinen
Nachrücker zulassen.
Anders verhält es
sich bei den Zweier-Canadiern. Hier hatten die Hallenser Kay
und Robby Simon die Frühjahrs-Qualifikation verletzungsbedingt
verpasst. Sie erhalten für die WM-Qualifikation quasi eine
„Wildcard“. „Kay und Robby können an der WM-Qualifikation
teilnehmen. Sie müssen allerdings im Rahmenrennen starten, da
bei den ICF-Ranglistenrennen nur sechs Boote pro Nation
startberechtigt sind. Wir werden sie zeitnah am internationalen
Rennen starten lassen, um gleiche Bedingungen zu garantieren“,
so Michael Trummer.
Insgesamt sieht
der Chefcoach für den zweiten Teil der Qualifikation jene
Athleten leicht im Vorteil, die auch bei den Weltcups der
Saison 2009 im Aufgebot standen: „Die internationalen Einsätze
bringen sicher in puncto Wettkampfhärte, Erfahrung und dem
Umgang mit dem Wettkampfdruck ein leichtes Plus. Jeder ist sich
aber bewusst, dass auch die anderen nicht geschlafen und sich
über andere Wettkämpfe und konzentriertes Training gezielt
vorbereitet haben.“
Bei der
nationalen WM-Qualifikation am Start:
Herren, Kajak-Einer: Alexander Grimm (Kanu Schwaben Augsburg), Tim Maxeiner (WKV Wiesbaden), Sebastian Schubert (KR Hamm), Erik Pfannmöller (BSV Halle/S.), Fabian Dörfler (Kanu Schwaben Augsburg), Robert Süßenbach (Leipziger KC).
Canadier-Einer: Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Jan Benzien (Leipziger KC), Nico Bettge (KCF Magdeburg), Martin Unger (BSV Halle/S.), Lukas Hoffmann (WSC Dormagen).
Canadier-Zweier: Felix Michel/Sebastian Piersig (SG Einheit Spremberg), Marcus Becker/Stefan Henze (BSV Halle/S.), David Schröder/Frank Henze (Leipziger KC), Robert Behling/Thomas Becker (MSV Buna Schkopau), Kai Müller/Kevin Müller (KCF Magdeburg), Daniel Junker/ Martin Krenzer (SG Nürnberg-Fürth), Kay Simon/Robby Simon (BSV Halle/S.).
Damen,
Kajak-Einer: Jasmin Schornberg
(KR Hamm), Melanie Pfeifer (Kanu Schwaben Augsburg), Jennifer
Bongardt (WSF Köln), Claudia Bär (Kanu Schwaben Augsburg), Mira
Louen (KC Hilden), Jaqueline Horn (Kanu Schwaben
Augsburg).
Zeitplan German
Open ICF World Ranking Series 2009
Freitag, 7.
August 2009
09:00 - 12:30
Qualifikation Herren Canadier-Zweier/Herren
Kajak-Einer
13:45 - 14:45
Pause
14:45 - 18:45
Qualifikation Damen Kajak-Einer/Herren
Canadier-Einer
15:30 - 16:00 Cup
of Nations (Teamwettbewerb)
18:30 - 20:00
Semifinals alle Kategorien
21:30 - 23:00
Finals alle Kategorien
Die Finalläufe
werden unter Flutlicht ausgetragen. Am Samstag findet ganztägig
ein umfangreiches Rahmenprogramm statt. Näheres dazu teilt der
Veranstalter am morgigen Mittwoch (13:00) in einem
Pressegespräch mit (Kontakt: SachsenSportMarketing GmbH, Stefan
Friedrich, 0341 – 30895016).
Website
Von Jochen A. Meyer
