Winzige 0,06 Sekunden fehlten am Ende für Sebastian Schubert (Hamm) zum Gewinn der Bronzemedaille im Rennen der Herren im Kajak-Einer, die sich Weltmeister Jiri Prskavec (Tschechien) sicherte. Vorn feierten die Polen durch Mateusz Polaczyk und Dariusz Popiela einen Doppelsieg. „Ich habe alles gegeben – am Ende war’s knapp., auch zum Ersten nur eine Sekunde. Das ist ein bisschen ärgerlich, vor allem weil ich gleich am ersten Aufwärtstor ungefähr eine Sekunde liegen lassen habe“, sagte ein enttäuschter Sebastian Schubert. Seine Teamkollegen Alexander Grimm (Augsburg) und Fabian Schweikert (Waldkirch) waren nicht ins Finale der besten 15 gefahren, schieden im Halbfinale als 19. und 21. aus.
Gleich dreifach waren die Deutschen im C2-Finale vertreten, am Ende gab es aber auch hier keine Medaille. Die Weltmeister Franz Anton/Jan Benzien (Leipzig) wurden in einem starken Endlauf Fünfte. Die Merseburger Robert Behling/Thomas Becker fuhren zwar wie schon im Halbfinale die insgesamt schnellste Zeit, fielen jedoch durch zwei Berührungen noch auf Rang acht zurück. David Schröder/Nico Bettge (Leipzig) paddelten auf Rang zehn. „Platz vier bei Olympia, Platz fünf hier – ich glaube, es war ein fantastisches Rennen, was die Jungs hier alle gezeigt haben. Auf einer relativ leicht ausgehangenen Strecke haben ein, zwei kleine Fehler den Unterschied zwischen Platz eins und fünf ausgemacht“, analysierte Routinier Jan Benzien. Sein Zweierpartner pflichtete ihm bei: „Das war wirklich ein krasses Finale. Wir konnten in diesem Jahr nicht so oft zusammen trainieren, dafür haben wir hier eine verdammt gute Leistung abgeliefert.“ Europameister wurden die Franzosen Pierre Picco/Hugo Biso. Sie gewannen vor Andrzej Brzezinski/Filip Brzezinski (Polen) und Jonas Kaspar/Marek Sindler aus der Tschechischen Republik.
Im Canadier-Einer der Damen paddelte Lena Stöcklin als beste Deutsche auf den siebten Platz. „Ich ärgere mich wahnsinnig, weil ich vor allem am letzten Drop sehr viel Zeit verloren habe. Aber ich bin super happy, dass ich im Finale war und es ist Anfang der Saison – ich denke, es geht auf jeden Fall noch ein bisschen aufwärts“, sagte die Leipzigerin. Ihre Vereinskollegin Andrea Herzog konnte nach zwei großen Bestrafungen im Halbfinaldurchgang nicht in den Medaillenkampf eingreifen und wurde 20.. Die Medaillen gingen an Kimberley Woods (Großbritannien), die Tschechin Tereza Fiserova und Nadine Weratschnig aus Österreich.
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Ergebnisse, EM in Tacen
Finale, Einzel, Herren, Kajak-Einer: 1.
Mateusz Polaczyk (POL) 83,06 (0), 2. Dariusz Popiela (POL)
83,63 (0), 3. Jiri Prskavec (CZE) 84,03 (0), 4. Sebastian
Schubert (GER/Hamm) 84,09 (0), 5. Vit Prindis (CZE) 84,59 (0),
6. Peter Kauzer (SLO) 84,69 (0), ... im Halbfinale
ausgeschieden: 19. Alexander Grimm (GER/ Augsburg) 88,82 (0),
21. Fabian Schweikert (GER/Waldkirch) 89,18 (0).
Canadier-Zweier: 1. Pierre Picco/Hugo Biso
(FRA) 98,22 (0), 2. Andrzej Brzezinski/Filip Brzezinski (POL)
99,09 (0), 3. Jonas Kaspar/Marek Sindler (CZE) 99,20 (0), 4.
Piotr Szczepanski/Marcin Pochwala (POL) 99,68 (0), 5. Franz
Anton/Jan Benzien (GER/Leipzig) 100,66 (0), 6. Michal
Wiercioch/Grzegorz Majerczak (POL) 100,85 (0), ... 8. Robert
Behling/Thomas Becker (GER/Schkopau) 101,70 (4), 10. David
Schröder/Nico Bettge (GER/Leipzig) 103,17 (4).
Damen, Canadier-Einer: 1. Kimberley Woods
(GBR) 110,31 (2), 2. Tereza Fiserova (CZE) 112,90 (0), 3.
Nadine Weratschnig (AUT) 116,19 (4), 4. Nuria Vilarrubla (ESP)
117,46 (4), 5. Claire Jacquet (FRA) 117,61 (4), 6. Zulfia
Sabitova (RUS) 123,30 (6), 7. Lena Stöcklin (GER/Leipzig)
127,64 (0), im Halbfinale ausgeschieden: 20. Andrea Herzog
(GER/Leipzig) 219,78 (106), in der Qualifikation ausgeschieden:
22. Birgit Ohmayer (GER/Augsburg).
