Duisburger Erklärung verabschiedet
Das Schwerpunktthema der Konferenz Freizeitsport befasste
sich mit der „Zukunft des Freizeitsports im DKV“. In einem
Impulsvortrag von Edwin Jakob, Deutsche Sporthochschule Köln,
wurde deutlich, dass eine qualifizierte Ausbildung im
Freizeitsport unverzichtbar ist. Festgehalten wurde aber auch,
dass es aktuell sehr viele Hemmnisse gibt, die die Durchführung
oder Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
beeinträchtigen. Durch Bildung eines Bundeslehrteams, eine
Attraktivitätssteigerung der Ausbildung und Erstellung von
Ausbildungsunterlagen sollte hier eine Verbesserung angestrebt
werden, regte Edwin Jakob an.
In einem zweiten Impulsvortrag setze sich Heiner Schlich,
Mitglied im DKV-Freizeitsportausschuss, mit der Frage
auseinander, ob die Freizeitangebote im DKV noch zeitgemäß
seien. Er kam zu der Erkenntnis, dass zu sehr auf altbewährte
Angebote zurückgegriffen werde, während modernere oder auf
besondere Zielgruppen ausgerichtete Angebote zu gering seien.
Gerade die Zielgruppe junge Erwachsene oder Familien würden zu
wenig im Focus der Angebote stehen.
Ihre Erfahrungen mit zielgruppengerechten Angeboten des DKV
schilderten zwei junge Sportler: Philip Baues und Benjamin
Herbrügge stammen aus dem Slalomsport und sind mittlerweile im
sog. Schwerwasser aktiv. Sie erklärten, dass sie ihre
kanutische Ausbildung im DKV erhalten hätten, für ihre
Aktivitäten aber keine Angebote des DKV finden würden, so dass
sie entweder selbstorganisiert paddeln oder an Events
gewerblicher Veranstalter teilnehmen würden.
In insgesamt 4 Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer der
Konferenz dann zu Themen wie Ausbildung, Strukturen im DKV,
Kommunikation oder Anforderungen an aktive Kanu-Vereine.
Als zusammenfassendes Ergebnis verabschiedeten die
Konferenzteilnehmer mehrheitlich die Duisburger Erklärung. Nur
zwei Landesverbandsvertreter konnten sich der Erklärung nicht
anschließen, da sie zuvor darüber in ihren Landesverbänden
diskutieren wollen. Die Duisburger Erklärung befindet sich im
Anhang an diesen Text.
DKV Erlebniswoche Kanu 2010
Vom 01.05. - 09.05.2010 findet die DKV-Erlebniswoche Kanu statt. Die Teilnehmer konnten sich über den aktuellen Stand der Vorbereitungen informieren und sicherten zu, in ihren Zuständigkeitsbereichen für eine aktive Teilnahme zu werben. Informationen zur DKV-Erlebniswoche Kanu 2010 sind im Internet unter www.kanu.de/erlebniswochekanu zu finden.
Europäischer Paddel-Pass
Die Diskussion zum Europäischen Paddel-Pass hat sich
mittlerweile versachlicht und wird dadurch geprägt, dass
Verbesserungen gemeinsam entwickelt werden sollen. Gegenüber
2008 hat sich die Nachfrage nach Paddel-Pässen schon
verdoppelt. Die Teilnehmer der Konferenz Freizeitsport sahen im
Europäischen Paddel-Pass ein sehr gutes Instrument einer
qualifizierten Ausbildung; in vielen Landesverbänden wird
demnächst verstärkt mit EPP-Angeboten begonnen.
Altersgerechte Anpassung des Wanderfahrerabzeichens wird
angestrebt
Vom Bayerischen Kanu-Verband war der Vorschlag
unterbreitet wurden, den Erwerb des DKV-Wanderfahrerabzeichens
für ältere Kanufahrer zu erleichtern. Diese Anregung wurde von
den Konferenzteilnehmern begrüßt. Eine kleine Arbeitsgruppe
wird nunmehr die vom BKV unterbreiteten Vorschläge
modifizieren.
Umwelt und Gewässer: Beispiele gelungener Konfliktlösungen
werden gesucht
Der DKV beteiligt sich an einem Projekt, mit dessen
Hilfe Beispiele gelungener Konfliktlösungen zwischen Sport und
Naturschutz vor allen Dingen in Natura 2000 Gebieten gesucht
werden. Hierzu erhielten die Konferenzteilnehmer erste
Unterlagen, die auch bald auf der Homepage des DKV
veröffentlicht werden. Der DKV bittet die LKV, das Projekt
aktiv zu unterstützen.
Durch die Verabschiedung eines neuen
Bundesnaturschutzgesetzes und Wasserhaushaltsgesetzes werden
demnächst auch die entsprechenden Landesgesetze verändert. Hier
wurde vereinbart, dass sich alle LKV aktiv in die
Gesetzgebungsverfahren einbringen, damit Interessen des
Kanusports rechtzeitig berücksichtig werden
können.
Und sonst …
… gab es natürlich noch weitere Punkte wie z.B.
Sicherheit, bei der die Konferenzteilnehmer den
Freizeitsportausschuss aufforderten, gleichermaßen Unterlagen
für alle Bereiche zu entwickeln; Ausbildung, zu der von
Eckehardt Schirmer, Mitglied im Freizeitsportausschuss, ein
Antrag für eine Ausbildung zum Fahrtenleiter Großgewässer
vorgelegt wurde, über die die LKV bis zur nächsten Konferenz
Freizeitsport beraten sollen, und schließlich den Hinweis, dass
sich möglichst viele Kanu-Vereine an der Befragung im Rahmen
des DOSB-Sportentwicklungsberichtes beteiligen sollen (der
Fragebogen kann unter seb@dshs-koeln.de angefordert
werden).
Die Duisburger Erklärung zum Freizeisport
finden Sie in der gesamten Fassung unter
"Frezeitsport"
