30.04.2009 | Kanu-Slalom

Slalom-Kanuten vor Teil 1 der Qualifikation

Mit den ersten beiden Rennen der nationalen Ausscheidungen beginnt am Wochenende für die deutschen Slalom-Kanuten in Augsburg der Kampf um die Nationaltrikots des Jahres 2009. Auf dem Eiskanal werden am Samstag und Sonntag jeweils zwei Läufe pro Kategorie ausgetragen, von denen jeweils der beste in die Wertung kommt. Die Entscheidung über die Teilnahme an den Europameisterschaften und Junioren-/U23-Europameisterschaften sowie die Startplätze der Weltcupsaison fällt am 9. und 10. Mai im sächsischen Markkleeberg.
Erstmals werden die WM-Tickets in diesem Jahr erst in einem zweiten Qualifikationsschritt vergeben. Am 8. August bei den German Open in Markkleeberg werden die besten Sechs der Frühjahrsqualifikation die drei Plätze für die Reise nach Spanien unter sich ausmachen. „Wir wollen mit diesem System die wirklich leistungs- und nervenstärksten Sportler finden, die es schaffen, mit großem Wettkampfdruck umzugehen. Schließlich gibt es bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften auch nur einen einzigen Wettkampf, bei dem es darauf ankommt“, begründet Michael Trummer das neue Nominierungssystem.
Personell betrachtet wird es nach den Spielen in der ersten Reihe der Athleten keinen großen Umbruch geben. Lediglich Mandy Planert bei den Kajak-Damen hat ihre Karriere im Frühjahr offiziell beendet. Die amtierende 2007-er Weltmeisterin Jennifer Bongardt (Köln) zeigte sich zu den Internationalen Frühjahrsrennen schon gut in Schwung, die besten Karten für einen der ersten drei Plätze und damit den Platz im Team für die Europameisterschaften in Nottingham (28.-31. Mai) sollten die Team-Europameisterinnen des Vorjahres Jasmin Schornberg (Hamm) und Claudia Bär (Augsburg) haben.
Spannender wird sicherlich die Zusammensetzung der Teilmannschaft bei den Kajak-Herren. Auch Olympiasieger Alexander Grimm (Augsburg) zeigte in Markkleeberg bereits Stärke, die neuen ICF-Regeln werden die Abstände aber gering halten und der Kandidaten gibt es viele: Weltcup-Gesamtsieger Erik Pfannmöller (Halle/S.) will ganz sicher dazu gehören.  Mit Sebastian Schubert (Hamm), Fabian Dörfler, Hannes Aigner, Jürgen Kraus (alle Augsburg) oder Paul Böckelmann (Leipzig) klopfen weitere ambitionierte Athleten an.
Bei den Einer-Canadiern wird nach Lage der Dinge ein Quintett mit Olympiateilnehmer Jan Benzien (Leipzig), Nico Bettge (Magdeburg), Lukas Hoffmann (Dormagen), Christian Bahmann (Bad Kreuznach) und Junioren-Weltmeister Sideris Tasiadis (Augsburg) die Plätze für den ersten Saisonhöhepunkt unter sich ausmachen.
Im Zweier-Canadier bewiesen David Schröder/Frank Henze (Leipzig) beim Saisonauftakt gute Frühform, an den etablierten Booten mit den Olympiastartern Felix Michel/Sebastian Piersig (Spremberg) und den Ex-Weltmeistern Marcus Becker/Stefan Henze (Halle/S.) sollte nur schwer vorbeizukommen sein. Die jungen Besatzungen Robert Behling/Thomas Becker sowie Kai Müller/Kevin Müller (Magdeburg) werden es versuchen. Die Hallenser Kay und Robby Simon werden die erste Qualifikation verletzungsbedingt noch nicht in Angriff nehmen können. Beide werden aber mit einer „Wildcard“ im August noch ihre Chance erhalten, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren.
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