07.03.2009 | Kanu-Slalom

Kanuten-Hochzeit in Leipzig

Im Gohliser Schlösschen zu Leipzig haben sich am Freitag die Weltklasse-Slalom-Kanuten Mandy Planert und Jan Benzien das Ja-Wort gegeben. Die 34-jährige Weltcup-Zweite und Kajak-Team-Europameisterin 2008 und der 26-jährige Olympia-Zwölfte von Peking und amtierende Deutsche Meister im Canadier-Einer tauschten im engsten Familien- und Freundeskreis die Ringe und tragen ab sofort den gemeinsamen Familiennamen Benzien.

 Das Kanuten-Paar geht bereits seit acht Jahren gemeinsame Wege. „Nach dieser Zeit und nachdem wir unser Leben schon so aufeinander abgestimmt haben, kann man, finde ich, ruhigen Gewissens heiraten. Ich war zwar ähnlich nervös wie bei den Spielen, aber das „Ja“ war letztlich doch leichter“, gestand Jan Benzien.

Doch auch wenn das sportliche Paar jetzt auch offiziell gemeinsam durchs Leben paddelt – auf den Slalom-Strecken der Welt wird man eine Mandy Benzien nicht erleben. Unter dem cremefarbenen Brautkleid zeichnete sich heute deutlich ein lange gut gehütetes Geheimnis ab: Beide erwarten im August ihren zweiten Nachwuchs. „Ich habe mich sehr schwer damit getan, den Absprung vom Leistungssport zu schaffen, da bin ich schon froh, dass mir die Entscheidung jetzt auf diese Weise abgenommen wird. Die aktive Zeit nach Jonas’ Geburt war sehr schön. Das hat aber nur funktioniert, weil ein großes Team um uns herum sehr viel Unterstützung geleistet hat. Mit dann zwei Kindern ist das fast nicht zu realisieren“, begründet die erfolgreiche Kanutin ihren Abschied vom aktiven Leistungssport.

Nach der Geburt des ersten gemeinsamen Sohnes Justus Jonas 2006 hatte Mandy Planert ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Mit Einzel-Silber und Mannschafts-Gold bei den Europameisterschaften sowie Mannschafts-Gold und Platz sechs im Einzel bei den Weltmeisterschaften war das Jahr 2007 zu einem der sportlich erfolgreichsten in der Karriere der Leipzigerin geworden. Im vergangenen Jahr hatte sie nach verpasster Olympia-Qualifikation eine starke Weltcup-Serie absolviert. Insgesamt gewann sie in ihrer Karriere elf Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften, einen Gesamtweltcup sowie 15 Plaketten bei nationalen Titelkämpfen. 

 
Text und Foto: Jochen A. Meyer
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