16.04.2013 | Kanu-Slalom

Slalom-Kanuten vor der Qualifikationshürde

Mit den ersten beiden Rennen im Kanupark Markkleeberg starten die Slalom-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) am kommenden Wochenende in ihre nationale Qualifikation für die Welt- und Europameisterschaften. Die Entscheidungen um die Tickets nach Prag und Krakow fallen eine Woche später auf dem Augsburger Eiskanal (27./28. April).
Hannes Aigner - hier beim ICF-Weltranglistenrennen in Markkleeberg - will ins WM-Team 2013.

In der nacholympischen Saison wollen ab nächsten Samstag rund 160 Aktive im Kampf um einen der Plätze in den DKV-Nationalteams der Saison 2013 zunächst vorlegen und ein frühes Streichergebnis möglichst vermeiden. Denn in die Qualifikationswertung gehen für jeden Starter die Platzpunkte von drei der insgesamt vier Rennen ein, der Sieger jedes Wettbewerbs erhält dabei die Platzziffer Null.

Mit guten Vorsätzen nehmen auch die im vergangenen Jahr in London erfolgreichen Medaillenträger des DKV die für den weiteren Saisonverlauf entscheidende Qualifikationshürde in Angriff. Olympia-Silbermedaillengewinner Sideris Tasiadis (Augsburg) gibt allerdings zu, dass das erste Wettkampfjahr nach den Spielen nicht die allerhöchste Priorität hat: „Ich habe wegen der Ausbildung in den vergangenen Monaten etwas weniger trainiert und hänge die Latte deswegen nicht ganz so hoch“, so der angehende Polizeivollzugsbeamte. Fürs WM-Team reichen sollte es aber schon: „Nico Bettge, Jan Benzien und Franz Anton sind sicher die härtesten Konkurrenten“, erwartet der 22-Jährige einen Vierkampf um die drei Nationalteamplätze im Canadier-Einer.

„Die Spannung etwas raus“ ist im Jahr eins nach London auch für Hannes Aigner, der im Lee Valley White Water Centre Olympiabronze im Kajak-Einer aus dem Kanal fischte. Auch er konnte wegen eines Bundeswehr-Lehrgangs im Herbst nur eingeschränkt trainieren und musste danach aufholen. „Ich habe versucht, das Beste zu geben und bin sehr gut vorbereitet“, sagt der 24-jährige Sportsoldat und schickt gleich hinterher: „Das sind die anderen aber sicher auch!“ Aigner erwartet in seiner Kategorie in diesem Jahr „die vielleicht schwerste Qualifikation seit Jahren. Wir haben mittlerweile so um die zehn Fahrer, die alle in der Lage sind, mal vorn rein zu fahren“ – aber auch im Kajak-Einer sind nur drei WM-Startplätze zu vergeben. „Es wäre schön, wenn ich zur WM fahren würde – es wäre ganz sicher auch eine Enttäuschung, wenn nicht“, ist die Spannung vor der Quali beim Augsburger dann doch zu greifen.

Und eines ist ohnehin klar: Nach den Qualifikationsrennen werden die Saisonziele neu formuliert. Denn auch in der nacholympischen Saison soll das neue Team von DKV-Cheftrainer Michael Trummer neben reichlich Wettkampferfahrung auch einige Podestplatzierungen sammeln.

Zeitplan

Markkleeberg, 20. und 21. April 2013 (jeweils identische Zeiten)

09:00 Uhr 1. Lauf Gruppe 1
09:00 Uhr 31x Herren K1
09:33 Uhr 40x ml. Junioren K1
10:15 Uhr 3x Damen C1
10:20 Uhr 8x wbl. Junioren C1
10:30 Uhr 5x Herren C2
10:37 Uhr 8x Junioren C2

11:15 Uhr B-Finale Gruppe 1
11:15 Uhr 21x Herren K1
11:38 Uhr 30x ml. Junioren K1
12:10 Uhr 2x wbl. Junioren C1
12:14 Uhr 2x Junioren C2

12:18 Uhr A-Finale Gruppe 1
12:18 Uhr 10x Herren K1
12:30 Uhr 10x ml. Junioren K1
12:42 Uhr 3x Damen C1
12:47 Uhr 6x wbl. Junioren C1
12:55 Uhr 5x Herren C2
13:02 Uhr 6x Junioren C2

13:15 Pause

14:30 Uhr 1. Lauf Gruppe 2
14:30 Uhr 14x Damen K1
14:46 Uhr 17x wbl. Junioren K1
15:05 Uhr 15x Herren C1
15:22 Uhr 15x ml. Junioren C1

16:15 Uhr B-Finale Gruppe 2
16:15 Uhr 6x Damen K1
16:23 Uhr 9x wbl. Junioren K1
16:34 Uhr 7x Herren C1
16:43 Uhr 7x ml. Junioren C1

16:52 Uhr A-Finale Gruppe 2
16:52 Uhr 8x Damen K1
17:02 Uhr 8x wbl. Junioren K1
17:12 Uhr 8x Herren C1
17:22 Uhr 8x ml. Junioren C1

Der Zeitplan für die Rennen drei und vier in Augsburg am 27. und 28. April 2013 unterscheidet sich nur in wenigen Nuancen und ist in Kürze auf der Website des Veranstalters unter www.eiskanal-augsburg.de einzusehen.

Informationen der Veranstalter im Internet

Markkleeberg
www.slalomevents.de

Augsburg
www.eiskanal-augsburg.de

Text und Foto: Jochen A. Meyer

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