In Wort und Bild wurden die Ereignisse und Ergebnisse des vorolympischen Jahres 2011 nachvollzogen. Die Sportministerin des Landes Brandenburg Dr. Martina Münch überbrachte die Grüße des durch Krankheit verhinderten Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, unterstrich in ihrer Grußansprache die vorbildliche sportliche Entwicklung des Kanu-Clubs Potsdam und dankte in diesem Zusammenhang den Sponsoren und Förderern für die geleistete Zuwendung. Dem Nachwuchs- und Leistungssport sicherte sie weitere Unterstützung zu und wünschte den einheimischen Spitzensportlern viel Erfolg in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012. Zwei Tage zuvor hatte der Brandenburger Ministerpräsident der Potsdamer Rennkanutin Franziska Weber im Rahmen der Einweihung der MBS-Arena im Luftschiffhafen die offizielle Urkunde zur Aufnahme in das „Team London - Land Brandenburg“ der Sporthilfe und des Landessportbundes Brandenburg überreicht.
Einen herzlichen Willkommensgruß für alle Olympiateilnehmer in London übermittelte am Partyabend der Vertreter der britischen Botschaft in Deutschland. Auch er drückte symbolisch den Potsdamer Kanuten die Daumen für ein gutes Abschneiden in Vorbereitung und bei Teilnahme an den olympischen Wettkämpfen in seinem Heimatland.
Ein wenig Wehmut kam bei den Partygästen auf, als Torsten Gutsche als Vorsitzender des KC Potsdam die erst 25-jährige Olympiasiegerin und Weltmeisterin Fanny Fischer offiziell als aktive Wettkampfsportlerin verabschiedete. In bewegenden Worten dankte Fanny Fischer allen, die ihr in der leistungssportlichen Entwicklung zur Seite standen - angefangen von den Eltern über die Trainer und Förderer bis zu den Sportgefährten. „Dem KC Potsdam bleibe ich als Mitglied selbstverständlich erhalten“, versicherte sie in einem Gespräch und ergänzte: „Jetzt widme ich mich jedoch voll und ganz meinem Studium, das bislang etwas zu kurz gekommen ist“.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Ehrung der erfolgreichsten vorjährigen Leistungsklasse- und Nachwuchssportler des KC Potsdam und ihrer Trainer durch die Sportministerin, den KCP-Vorsitzenden und den Vorsitzenden des Fördervereins Dr. Gerd Harms. Einen großen Blumenstrauß gab es ebenso für Nachwuchstrainerin Petra Welke anlässlich ihres Jubiläumsgeburtstages. Auch die bereits mehrere Jahre in Potsdam trainierende und für den WSV Lampertheim startende Weltklassekanutin Nicole Reinhardt wurde nicht vergessen und von Gerd Harms zu ihren Leistungen beglückwünscht. Die Ministerin und die beiden Vorsitzenden dankten ebenso den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement in der vergangenen Saison. Stellvertretend für viele weitere Unterstützer zeichneten sie die Sportlereltern Rybarz, Stelzer und Hiller vor dem applaudierenden Publikum aus.
Zu den geehrten Nachwuchssportlern gehörte auch der für den KC Potsdam startende 16-jährige Marius Radow vom ESV Lok RAW Cottbus, der von seiner Heimattrainerin Wiebke Pontzen zur Kanuparty begleitet wurde. Im Vorjahr hatte er u.a. je dreimal Gold und Silber bei den Olympic Hope Games sowie den Sieg im Nationalmannschaftscup der Jugend erkämpft. „Vor vier Jahren habe ich begonnen, den Marius zu trainieren. Er hat eine enorme Leistungsentwicklung zu verzeichnen und ich traue ihm durchaus zu, auch in seinem ersten Jahr bei den Junioren zu bestehen“, gesteht die Trainerin. „Ich werde auch weiterhin für den KC Potsdam starten, jedoch zum Training und Schulbesuch in Cottbus verbleiben“, äußert sich Marius. „Die Sportschule kam für mich nicht infrage, weil ich derzeit ein renommiertes naturwissenschaftlich ausgerichtetes Gymnasium in Cottbus besuche und hier mein Abitur nach 12 Schuljahren abschließen möchte. Mein sportliches Nahziel besteht darin, mich für die Junioren-Europameisterschaften 2012 zu qualifizieren“, gibt er sich zuversichtlich.
Bevor der gemütliche Teil der Kanuparty begann, war es für Ronald Rauhe und Franziska Weber ein Bedürfnis, im Namen aller Aktiven des Kanu-Clubs Potsdam denjenigen ganz herzlich zu danken, die durch ihre Unterstützung in verschiedener Form die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, einen reibungslosen Trainingsbetrieb abzusichern und die erreichten Wettkampfergebnisse zu ermöglichen. Beide sprachen die Hoffnung aus, auch weiterhin auf die bewährte Zusammenarbeit vertrauen zu können.
Von Günter Welke
