04.06.2017 | Kanu-Slalom

Jasmin Schornberg EM-Fünfte, Franz Anton auf Rang acht

Mit Gold und Silber in den Teams, aber ohne Einzelmedaille beenden die Slalom-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) die Europameisterschaften in Tacen (Slowenien). In den beiden letzten Finals am Sonntag kamen die Ränge fünf und acht hinzu.
Jasmin Schornberg

Im Kajak-Einer der Damen paddelte Jasmin Schornberg auf den fünften Platz und ärgerte sich gleich hinter der Ziellinie über den Finallauf. „Ich habe am letzten Aufwärtstor viel Zeit verloren, weil ich dort abgerutscht bin. Und die Walze ganz zum Schluss hatte ich vorher immer gut getroffen, nur im Finale bin ich dort hängen geblieben. Es ist megacool ins Finale gekommen zu sein, trotzdem blöd, dass ich nicht zeigen konnte, was ich kann“, meinte die 30-Jährige. Der EM-Titel ging an die Österreicherin Corinna Kuhnle, Silber und Bronze an Stefanie Horn (Italien) und Marie-Zelia Lafont (Frankreich). Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Caroline Trompeter (Hanau) verpassten durch Berührungen im Halbfinale den Einzug in die Runde der besten Zehn und belegten die Ränge 13 und 16.

Auch im Finale der Canadier-Einer blieb eine Medaille aus, drei Berührungen waren für Franz Anton (Leipzig) zu viel für eine Platzierung auf dem Treppchen. Der Slowake Alexander Slafkovsky konnte so seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen, Thomas Köchlin (Schweiz) gewann Silber, Bronze ging durch Michal Martikan ebenfalls in die Slowakei. „Ich hatte am Start ein gutes Gefühl und dann unmittelbar auf der Rutsche einen kleinen Fehler und musste dort schon korrigieren. In der Folge waren es dann viele kleine Dinge, die viel gekostet haben, bis hin zu den Berührungen. Ich habe nicht die Nerven verloren, aber das war in der Summe einfach zu langsam und ich habe zu viele Fehler gesammelt, als dass ich dort noch hätte vorn reinfahren können“, analysierte Franz Anton. Sideris Tasiadis (Augsburg) konnte nicht mit um die Medaillen fahren, er war im Halbfinale zwar schnell unterwegs, handelte sich allerdings zwei Torstabberührungen ein und schied als Zwölfter aus.

„Natürlich will man bei einer EM-Medaillen gewinnen“, sagte DKV-Chefcoach Michael Trummer zum Abschluss, „uns bleibt immerhin je einmal Gold und Silber in den Mannschaften. Wir hatten sieben Boote in den Einzelfinals, einige unserer Besten haben noch dazu ganz knapp den Finaleinzug verpasst. Wir sind im nacholympischen Jahr, haben in der Vorbereitung Abstriche gemacht, einige haben den Fokus auf längere Praktika oder Berufsausbildungen gelegt. Von daher sind wir am Anfang einer sehr langen Saison mit der WM als Höhepunkt. Darauf werden wir uns zielgerichtet vorbereiten, die Weltcupserie für Stabilität nutzen und auch an engeren Linien arbeiten.“

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Ergebnisse, EM in Tacen

Herren, Canadier-Einer: 1. Alexander Slafkovsky (SVK) 88,92 (0), 2. Thomas Köchlin (SUI) 91,63 (2), 3. Michal Martikan (SVK) 93,82 (2), 4. Benjamin Savsek (SLO) 94,86 (2), 5. Matej Benus (SVK) 94,88 (2), 6. Matyas Lhota (CZE) 97,75 (2), ... 8. Franz Anton (GER/Leipzig) 99,28 (6), im Halbfinale ausgeschieden: 12. Sideris Tasiadis (GER/Augsburg) 96,44 (4), in der Qualifikation ausgeschieden: 23. Nico Bettge (GER/Leipzig).
Damen, Kajak-Einer: 1. Corinna Kuhnle (AUT) 95,37 (2), 2. Stefanie Horn (ITA) 96,38 (0), 3. Marie-Zelia Lafont (FRA) 96,94 (2), 4. Mallory Franklin (GBR) 99,30 (0), 5. Jasmin Schornberg (GER/Hamm) 101,72 (0), 6. Maialen Chorraut (ESP) 103,29 (4), ... im Halbfinale ausgeschieden: 13. Ricarda Funk (GER/Bad Kreuznach) 103,20 (2), 16. Caroline Trompeter (GER/Hanau) 105,40 (4).

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