Am 24.07. war es soweit. Wir kamen mit unserem Wohnwagen in
Einöd/Bayern an. Wir sind natürlich gleich auf den Campingplatz
gefahren und mussten feststellen, hier sind wir falsch.
Nur feststehende Camper. Also Paddelführer raus, Telefonnummer
suchen und angerufen. Ja da müsst ihr zum Sägewerk fahren, hieß
es. Also wenden und Sägewerk anfahren. Dort durften wir uns
zwischen Baumstämmen und Brettern einen Stellplatz raussuchen.
Da wir die ersten waren, haben wir uns natürlich den
vermeintlich besten rausgesucht. Am Abend fing es dann an zu
regnen. Die jetzt Ankommenden konnten einem nur Leid Tun, da
die meisten auch noch mit Zelt kamen. Der Tour-Guide und die
Gute Seele des Sägewerkscampingplatzes Heinz Sachs trotzte den ganzen Abend mit
Regenschirm dem Wetter und zeigte jedem sein Platz.
Am nächsten Morgen, dem 25.07, war um 9:00 Uhr Besprechung für
den Paddeltag und die Organisation des Wochenendes. Ca. 40
Paddler haben sich eingefunden "Wahnsinn". Der Grund dafür ist
sicherlich die 30. Jubiläumsfahrt auf der Isar und vor allem
die letzte von Heinz geführte. Wenn 40 Paddler Boote laden,
Fahrgemeinschaften zusammenstellen, Erfahrungen austauschen und
wiedersehen feiern, sieht es ungefähr aus, wie auf einem
Ameisenhaufen.
Doch Dank Heinz und vor allem auch Hella, seiner Frau, war
alles um 10 Uhr abfahrbereit. Dann ging's Los, die Jüngste 12,
der Älteste fast 80 Jahre alt.
Strecke: Bad Tölz bis Publing. Mittagspause in Einöd. Wir
waren das erste mal auf der Isar und sind begeistert vom
Flusslauf und der Landschaft. Das Wetter war durchwachsen,
machte aber nix, paddeln ist eben Freiluftsport. Nur die
versprochenen gegrillten Nürnberger Würstchen zur Mittagspause
sind ins Wasser gefallen. Die gab's dann eben Abends mit ein
paar Kisten Bier von Heinz und Hella spendiert. Da es die
letzte von Heinz geführte Isartour ist. Lustigerweise haben
einige die Abfahrt nach der Mittagspause verschlafen. Das ist
schon eine Leistung, denn wenn fast 40 Boote ins Wasser
einsetzen das dauert..............
Abends beim Bier und Gegrilltem wurde gleich klargemacht:
Besprechung 9:00 Abfahrt 9:30 Uhr da die Anfahrt nach
Sylvensten weiter ist und die Boote ja alle schon geladen
waren.
Einer hat's natürlich nicht mitgekriegt und war morgens ganz
panisch. Hat dann aber doch noch geklappt. Heute fährt Bernd,
Heinz´ Sohn, als Übungsleiter mit, der in die Fußstapfen seines
Vaters tritt. Bayrische Prominenz ist heute auch dabei: Hermann
und Klaus, beide vom BKV. Heute ist am Isarfall Mittagspause.
Wer essen will kann essen. Wer kentern will kann kentern und
wird wieder rausgezogen. Ein paar haben's auch ohne Kentern
geschafft. Da Tina und ich im Zweier unterwegs sind haben wir
gegessen. Marcel ist rausgezogen worden. Dann ging's weiter bis
nach Bad Tölz
Abends gingen dann am Lagerfeuer die Diskussionen los, was
fahren wir morgen. Bei so einer großen Gruppe fällt die obere
Isar aus. Es wollen nämlich 18 Kanuten den Wildwassertag
genießen und dafür sind 2 ÜL zu wenig. Die Ammer fällt aus da
dort nur in Kleingruppen gefahren werden darf. Dann kam die
Tiroler Ache ins Gespräch, doch die ist ziemlich weit weg.
Bernd hatte noch eine Alternative: Den Mangfall. Ein paar
Telefonanrufe Internetzugang über Handy: Was macht der Pegel?
Und dann war's amtlich : Der Mangfall!
Michael und Stefan holten anschließend die Gitarre raus und
sangen in beängstigend professioneller Manier englische
deutsche und sächsische Lieder.
Am Montag ging's dann Los. Einsatzstelle suchen, beide Guides
hatten den Mangfall schon seit Jahren nicht mehr befahren. Dank
Navi heutzutage kein Problem mehr, es sei denn es gibt
Baustellen und Umleitungen.
Der Mangfall ist in den letzten Jahren renaturiert worden. Ab
der Weiglmühle kann man durch die Waldschlucht gute 10
Kilometer Fluß und Natur geniesen. Heinz führte die Truppe an
und Bernd war der Lumpensammler. Glasklares Wasser einige
Katerakte oder Naturwehre überhängende Bäume Tiefe Schluchten,
einfach einmalig. Da immer mal wieder einer beim Boot oben und
unten verwechselte und Baden ging, war es eine sehr lustige
Fahrt. Da wir richtig Tolles Wetter hatten konnte man die
Badenden fast beneiden.
Fazit:
* Ein Richtig tolles Wochenende.
* Rustikaler Campingplatz.
* Schöne Flüße
* Ganz liebe Menschen.
* Ein Guide der aufhört (schade)
* Ein Guide der´ s Fortführt (Toll)
Das schreit nach Wiederholung!!!
Grüße von der nördlichen Weißwurstgrenze!
Gerhard, Martina und Marcel
Weitere Bilder:
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