01.09.2009 | Kanu-Freizeit

Zu Gast bei der Jubiläums-Isar-Fahrt

Eine dreiköpfige Kanuwander-Familie aus Bad Hersfeld berichtet von der Isar-Fahrt, einer leichten Wildwasser-Tour, zusammen mit dem BKV:

Am 24.07. war es soweit. Wir kamen mit unserem Wohnwagen in Einöd/Bayern an. Wir sind natürlich gleich auf den Campingplatz gefahren und mussten feststellen, hier sind wir falsch.

Nur feststehende Camper. Also Paddelführer raus, Telefonnummer suchen und angerufen. Ja da müsst ihr zum Sägewerk fahren, hieß es. Also wenden und Sägewerk anfahren. Dort durften wir uns zwischen Baumstämmen und Brettern einen Stellplatz raussuchen. Da wir die ersten waren, haben wir uns natürlich den vermeintlich besten rausgesucht. Am Abend fing es dann an zu regnen. Die jetzt Ankommenden konnten einem nur Leid Tun, da die meisten auch noch mit Zelt kamen. Der Tour-Guide und die Gute Seele des Sägewerkscampingplatzes Heinz Sachs trotzte den ganzen Abend mit Regenschirm dem Wetter und zeigte jedem sein Platz.

Am nächsten Morgen, dem 25.07, war um 9:00 Uhr Besprechung für den Paddeltag und die Organisation des Wochenendes. Ca. 40 Paddler haben sich eingefunden "Wahnsinn". Der Grund dafür ist sicherlich die 30. Jubiläumsfahrt auf der Isar und vor allem die letzte von Heinz geführte. Wenn 40 Paddler Boote laden, Fahrgemeinschaften zusammenstellen, Erfahrungen austauschen und wiedersehen feiern, sieht es ungefähr aus, wie auf einem Ameisenhaufen.

Doch Dank Heinz und vor allem auch Hella, seiner Frau, war alles um 10 Uhr abfahrbereit. Dann ging's Los, die Jüngste 12, der Älteste fast 80 Jahre alt.
Strecke: Bad Tölz bis Publing. Mittagspause in Einöd. Wir waren das erste mal auf der Isar und sind begeistert vom Flusslauf und der Landschaft. Das Wetter war durchwachsen, machte aber nix, paddeln ist eben Freiluftsport. Nur die versprochenen gegrillten Nürnberger Würstchen zur Mittagspause sind ins Wasser gefallen. Die gab's dann eben Abends mit ein paar Kisten Bier von Heinz und Hella spendiert. Da es die letzte von Heinz geführte Isartour ist. Lustigerweise haben einige die Abfahrt nach der Mittagspause verschlafen. Das ist schon eine Leistung, denn wenn fast 40 Boote ins Wasser einsetzen das dauert..............

Abends beim Bier und Gegrilltem wurde gleich klargemacht: Besprechung 9:00 Abfahrt 9:30 Uhr da die Anfahrt nach Sylvensten weiter ist und die Boote ja alle schon geladen waren.
Einer hat's natürlich nicht mitgekriegt und war morgens ganz panisch. Hat dann aber doch noch geklappt. Heute fährt Bernd, Heinz´ Sohn, als Übungsleiter mit, der in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Bayrische Prominenz ist heute auch dabei: Hermann und Klaus, beide vom BKV. Heute ist am Isarfall Mittagspause. Wer essen will kann essen. Wer kentern will kann kentern und wird wieder rausgezogen. Ein paar haben's auch ohne Kentern geschafft. Da Tina und ich im Zweier unterwegs sind haben wir gegessen. Marcel ist rausgezogen worden. Dann ging's weiter bis nach Bad Tölz
Abends gingen dann am Lagerfeuer die Diskussionen los, was fahren wir morgen. Bei so einer großen Gruppe fällt die obere Isar aus. Es wollen nämlich 18 Kanuten den Wildwassertag genießen und dafür sind 2 ÜL zu wenig. Die Ammer fällt aus da dort nur in Kleingruppen gefahren werden darf. Dann kam die Tiroler Ache ins Gespräch, doch die ist ziemlich weit weg. Bernd hatte noch eine Alternative: Den Mangfall. Ein paar Telefonanrufe Internetzugang über Handy: Was macht der Pegel? Und dann war's amtlich : Der Mangfall!
Michael und Stefan holten anschließend die Gitarre raus und sangen in beängstigend professioneller Manier englische deutsche und sächsische Lieder.

Am Montag ging's dann Los. Einsatzstelle suchen, beide Guides hatten den Mangfall schon seit Jahren nicht mehr befahren. Dank Navi heutzutage kein Problem mehr, es sei denn es gibt Baustellen und Umleitungen.
Der Mangfall ist in den letzten Jahren renaturiert worden. Ab der Weiglmühle kann man durch die Waldschlucht gute 10 Kilometer Fluß und Natur geniesen. Heinz führte die Truppe an und Bernd war der Lumpensammler. Glasklares Wasser einige Katerakte oder Naturwehre überhängende Bäume Tiefe Schluchten, einfach einmalig. Da immer mal wieder einer beim Boot oben und unten verwechselte und Baden ging, war es eine sehr lustige Fahrt. Da wir richtig Tolles Wetter hatten konnte man die Badenden fast beneiden.

Fazit:

    * Ein Richtig tolles Wochenende.
    * Rustikaler Campingplatz.
    * Schöne Flüße
    * Ganz liebe Menschen.
    * Ein Guide der aufhört (schade)
    * Ein Guide der´ s Fortführt (Toll)

Das schreit nach Wiederholung!!!

Grüße von der nördlichen Weißwurstgrenze!
Gerhard, Martina und Marcel

Weitere Bilder:

http://helmut-essel.medion-fotoalbum.de/
http://renate-mendler.medion-fotoalbum.de/

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