Im K1 der Damen setzte Olympia-Hoffnung Jasmin Schornberg (Hamm) nach dem guten, fehlerfreien ersten Qualifikationslauf im 2. Lauf noch einen drauf und stieß in der Wertung beider Läufe von Rang fünf noch auf Platz eins vor. Ebenfalls ins Semifinale paddelten Melanie Pfeifer (Augsburg) mit Platz acht und Cindy Pöschel (Leipzig), die sich dank eines fehlerfreien 2. Laufes noch verbessern konnte und sich am Ende mit Rang 19 die Semifinalteilnahme sicherte.
Im C2 der Herren zogen Robert Behling und Thomas Becker (Schkopau) nach zwei fehlerfreien Läufen mit Platz vier sowie Kai Müller und Kevin Müller (Magdeburg), die sich im 2. Lauf noch um über vier Sekunden steigern konnten, auf Rang 10 ins Semifinale ein. Das Leipziger Duo David Schröder und Frank Henze musste nach zwei Torberührungen im ersten Lauf und Rang 17 dann im zweiten Lauf erneut zwei Torberührungen in Kauf nehmen und fiel noch auf Rang 23 zurück und mussten damit alle Medaillenträume aufgeben. Chefbundestrainer Michael Trummer bewertete das Ausscheiden des Duos vor dem Hintergrund der hochkarätigen Konkurrenz: „Zwei Berührungen sind in diesem Feld einfach zuviel, das spiegelt die hohe Leistungsdichte der Teilnehmer wider. Und wenn es dazu noch in Streckenabschnitten mit hoher Geschwindigkeit passiert, da reicht der kleinste Moment Unkonzentriertheit, dann kann man nichts mehr machen.“ Auch DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl wollte den verlorenen Finalplatz nicht zu dramatisch bewerten: „ Es ist ein kleiner Makel, aber der ist zu verkraften. Ich bin überzeugt, beim nächsten Weltcup wird das anders aussehen, und schon im Team-Wettbewerb werden sich die beiden zerreißen.“
In der abschließenden Qualifikation für die Team-Wettbewerbe präsentierte sich das Kajak-Trio der DKV Damen erneut in blendender Verfassung und holte sich den Sieg mit mehr als drei Sekunden Vorsprung vor der Vertretung Spaniens, gefolgt von den Damen aus der Slowakei.
In einem hochspannenden Qualifikationsrennen der C2 mussten die drei DKV-Boote bis zum Schluss um den Einzug ins Finale bangen. Als das slowakische Team als letzte Mannschaft auf der Strecke die Zeit des deutschen Teams verfehlt hatte, war es gewiss – das DKV-Trio zog zeitgleich mit dem polnischen Team auf Rang vier hinter Tschechien, Frankreich und Großbritannien ins Finale ein. Danach zeigte sich auch der Disziplintrainer der Canadier-Zweier Felix Michel mit Blick auf die Vorstellung des Olympia-Duos Schröder/Henze versöhnt: „Natürlich war im Einzelwettbewerb das Weiterkommen Ziel der beiden. Aber die superschnelle Strecke verzeiht nun mal keine Fehler. Unsere Devise für den Team-Wettbewerb war daher, sauber ’runterfahren. Das haben die Jungs gemacht, Respekt für den fehlerfreien Lauf. Nun sind noch alle Chancen für das Finale drin.“
Komplette Ergebnisse: www.euro2012-augsburg.de
Text: H.-P. Wagner
